5. bis 12. Juni 2004
Samstag - Anreisetag
Die
Bahn
macht sich gleich mal wieder unbeliebt und schickt uns bereits auf der Strecke von
Landshut nach München übers Abstellgleis, sodaß wir mit einer Viertelstunde Verspätung ankommen.
Zum Glück habe ich, als alter Bahn-Hase, so etwas schon erwartet und wir sind einen Zug früher
gefahren, denn unseren ICE hätten wir sonst wohl gleich versäumt.
Beim Einchecken auf der AIDAblu gibt's pro Person eine rote Rose und die obligatorischen zwei Fotos - eins für die Security, eins für den Bordfotografen (der mit uns allerdings die ganze Woche kein Geschäft macht). Dann beziehen wir erstmal unsere schöne Kabine und lassen uns später noch von Roman, dem Tanzlehrer (der uns aber auch die ganze Woche nicht mehr zu sehen bekommt, Martina kann schon tanzen und ich werd's wohl nie lernen) auf den Schiffsrundgang mitnehmen.
Pünktlich um 20 Uhr legt die Aida ab, zu den Klängen von 'Sail away' (Orinoco Flow) von
Enya. Schön :-)
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Montag - BergenBergen hat nicht umsonst den zweifelhaften Ruf der 'Stadt mit 366 Regentagen im Jahr'. Heute ist einer davon, wir sind froh um unsere Anoraks und auch die Fleecejacken sind nicht fehl am Platz. Wir gehen ein bißchen spazieren, in die Mariakirken hinein, die während der Hansezeit von den deutschen Kaufmannsleuten ausgestattet wurde; durch das alte Hafenviertel Bryggen mit wunderschönen alten Holzhäusern und zu einem Aussichtspunkt den Berg hinauf.
Zurück in der Stadt, schlendern wir über den Fischmarkt und gehen dann, um wieder trocken
zu werden, ins Bergener
Aquarium, wo wir zufällig rechtzeitig zur Fütterung der Seehunde kommen.
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AIDAblu und Fähre in Bergen
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Bergen
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Bryggen
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Dienstag - Geiranger FjordAm nächsten Tag, auf der über 60 km langen Fahrt in den Geiranger Fjord zeigt sich die Sonne nur selten, zum Glück ändert sich das später noch und wir dürfen noch einen wunderschönen Tag erleben.
In
Geiranger
liegt die AIDAblu auf Reede und wir werden alle mit den Tendern an Land gebracht.
Der Club Manager Marc hilft heute bei der Security aus,
kontrolliert unsere Bordkarten und hält die ungeduldigen Passagiere bei Laune.
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Anfahrt auf Geiranger
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Aida und Astor
Die Aida in Geiranger
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Der Ort Geiranger scheint hauptsächlich aus Souvenirgeschäften zu bestehen, die wir aber relativ schnell
hinter uns lassen und uns an allen Campingplätzen vorbei auf eine kurze Wanderung, ein paar Meter den Berg hinauf machen.
Auf dem Rückweg gehen wir noch kurz zur leider geschlossenen Kirche und sehen uns in ein paar Souvenirgeschäften um, wo ich meine Postkarten-Sammelleidenschaft nur mit Mühe im Zaum halten kann. |
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Wieder auf dem Schiff, gehen wir erstmal was essen, bevor wir uns zum Ablegen wieder an Deck begeben, wie alle
anderen fast 1600 Passagiere auch.
Jetzt dürfen wir auch alle Wasserfälle noch einmal bei Sonnenschein bewundern. So sind sie schon gleich viel schöner :-) |
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Die sieben Schwestern
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Der Freier
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Das Fernsehteam von Vox, das uns in dieser Woche begleitet, fährt uns mit dem Tender voraus und wird nach den 'Sieben Schwestern' wieder eingesammelt. Als wir uns endlich von der norwegischen Landschaft losreißen können, ist der Tag schon fast vorbei, es gibt noch Abendessen und danach im Theater die Mondial-Show. |
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Mittwoch - SeetagAm Mittwoch ist wieder Seetag. Wir beschäftigen uns damit, in den Shops zu stöbern und gehen mal wieder in die Sauna.
Vor dem Abendessen gönnen wir uns die Meditations-'Traumreise' im Fit + Fun Bereich und später
am Abend lassen wir uns von der eigens für AIDA geschriebenen 'One World' Show verzaubern. Irgendwann viel später drehen wir auf dem Weg in die Kabine noch eine Runde durchs Schiff und stoßen im Atrium auf eine Modenschau-Probe, unter Anleitung des Allroundtalents, Club Manager Marc (wann schläft der Mann eigentlich?). Die Mädels machen ihre Sache sehr gut, soweit wir das beurteilen können. Wann die Modenschau nun wirklich war, haben wir leider nicht mitbekommen. Und wieder geht ein schöner Urlaubstag auf der AIDA zu Ende. |
Oslo mit Holmenkollen
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Donnerstag - OsloVon der Anfahrt auf Oslo durch den Oslo-Fjord bekommen wir nicht viel mit, es ist irgendwie zu früh. Aber bei solchen Gelegenheiten wußten wir unsere Außenkabine immer sehr zu schätzen. Es ist schön, einfach mal aus dem Fenster schauen zu können, allein schon, um zu sehen, wo man gerade ist. In Oslo gehen wir sehr früh, kurz nach acht, an Land und machen uns bei ziemlich nieseligem Wetter auf den Weg in die Stadt. |
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Die Zeit ist leider sehr knapp bemessen, spätestens um 13:30 Uhr müssen wir wieder
an Bord sein. Deshalb schaffen wir es auch nicht, eines der Museen auf der
Museumsinsel Bygdoy zu besuchen und auch der Vigelandpark, der mich bei meinem
letzen Besuch in Oslo vor immerhin schon sechzehn Jahren so fasziniert hatte, daß ich allein dort
ein paar Filme verschossen habe, ist zu weit weg.
In der über die Jahrhunderte ganz schön gewachsene Festung Akershus, direkt
am Hafen, sind ein paar
Museen und auch eine kleine Ausstellung zur Stadtgeschichte.
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Queen Elizabeth II. vor der Festung Akershus
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Beim Ablegen ist wieder bestes Wetter und wir genießen endlich einmal für zwei Stunden die Sonne und
den Oslofjord.
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Oslo |
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Freitag - Kopenhagen
Kopenhagen, der alte 'Kaufmannshafen', begrüßt uns, wie soll es auch anders sein,
wieder mit grauem Himmel.
Und siehe da, nach zehn Minuten können wir auch schon das Wahrzeichen Kopenhagens, die kleine Meerjungfrau aus dem Märchen von Hans Christian Andersen, bewundern. Leider bei Regen, wodurch sie noch etwas trauriger aussieht. |
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Aber auch in Kopenhagen ist es wie bereits die letzten Tage schon, ganz plötzlich kommt die Sonne durch und wir haben strahlenden Sonnenschein. Die Frederikskirken hat leider noch geschlossen, deshalb gehen wir erstmal zur Rosenborg (und denken erst wieder an die Kirche, als wir schon längst wieder auf dem Schiff sind - immerhin, jetzt haben wir einen Grund mehr, irgendwann wieder nach Kopenhagen zu fahren). Die Rosenborg lohnt einen Besuch sehr, allein in der Schatzkammer könnte man Stunden verbringen und wertvolle, wunderschön gearbeitete Stücke bewundern, unter anderem die Kronjuwelen. |
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Als wir, grade so, durch sind durch das Schloß, ist es auch schon Zeit zur Wachablösung. Die Wachen marschieren jeden Tag von der Rosenborg durch die halbe Stadt zur Amalienborg, wo die Wachablösung zeremoniert wird. Wir schließen uns dem Konvoi aus stramm marschierenden Wachen und hinterherrennenden Touristen an, sehen uns einen Teil des Zeremoniells an und wollen dann in die Amalienborg, wenn wir schon mal (wieder, vor ein paar Stunden sind wir ja auch schon vorbeigelaufen) da sind. Den schlauen Gedanken hatten allerdings noch ein paar hundert andere Leute, also ändern wir unseren Plan und sehen uns erst mal den Rest der Stadt an. |
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Von der Amalienborg laufen wir zum Nyhavn, ein künstlicher Kanal, an dessen Ufer laut
unseren Reiseführern ein sehr lebendiges Stadtviertel entstanden ist.
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Wir gehen weiter bis Christiansborg, dem dritten Schloß in Kopenhagen und biegen dort
ab in die Fußgängerzone. Ein bißchen Stöbern in den Geschäften, einen Blick auf den runden Turm,
und dann stellen wir fest, daß es schon wieder ziemlich spät ist, wenn wir noch in die
Amalienborg wollen.
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Und das war es dann auch schon, wir gehen zurück zum Schiff, wieder an der kleinen Meerjungfrau vorbei - und dort regnet es dann auch schon wieder. |
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Am Abend ist noch Farewell-Show, bei der das Tanzensemble mit einem Abschiedsfeuerwerk überrascht wird - und der Küchenchef gibt die vielen Tonnen Fleisch, Fisch und Gemüse und die vielen Tausend Liter Bier und Wein bekannt, die in dieser Woche verzehrt wurden. Faszinierend, was zweitausend Leute so alles essen können. Zwischen ein und zwei Uhr nachts, hieß es, würden wir die Brücke über den großen Belt passieren. Das können wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auch wenn es schwierig ist, sich aus der warmen Kabine wieder nach draußen zu begeben, wir schaffen es, sind auch nicht mal die einzigen und bewundern gemeinsam, wie die AIDA unter der Brücke durchfährt. Das ging sich aber grade so aus, so kommt es einem vor. |
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Kiel, Bollhornkai
Kiel, Rathaus
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Samstag - KielAm Samstag sind wir pünktlich um 8 Uhr morgens wieder in Kiel. Unser Gepäck lassen wir von Bord bringen und haben so noch unbeschwert Zeit, das letzte AIDA-Frühstück zu genießen. Als der Staubsauger ausgepackt wird, verstehen wir den Wink und gehen doch langsam von Bord. Der Shuttlebus bringt uns zum Bahnhof, dort finden wir mit viel Glück noch ein Schließfach und machen uns daran, die zwei Sehenswürdigkeiten Kiels (Schloß und Rathaus) anzusehen und den Rest der Zeit bis zur Abfahrt in der schönen Fußgängerzone in den Geschäften zu verbringen. Über den Rest des Tages sei geschwiegen - wir kommen immerhin noch an diesem Tag und mit nur einer Stunde Verspätung ziemlich müde zuhause an. |
Was gibt es noch zu sagen - wir waren ja etwas mißtrauisch, ob uns die Clubatmosphäre (die AIDA ist ja schließlich
ein Clubschiff) nicht auf die Nerven geht. Aber die Befürchtungen waren vollkommen grundlos, es ist einfach nur
alles sehr relaxed mit netten Leuten - sowohl die Passagiere als auch die Crew - und sehr professionell
gemacht. Wer will, kann seine Urlaubstage in Ruhe an Deck verträumen, man kann aber auch Action von morgens bis spät in
die Nacht haben. So soll ein Urlaub sein, und ich verstehe jetzt, daß wir viele Leute getroffen haben,
die schon die x-te Kreuzfahrt mit der Aida machen.
Was man sich allerdings nicht erwarten darf, ist, wirklich
alles von den ganzen Orten zu sehen, in die man so kommt; dafür ist einfach zu wenig Zeit. Aber ein
Kreuzfahrtschiff ist nun mal viel mehr als nur ein Fortbewegungsmittel und dieser Urlaub war genau die richtige
Mischung aus Erholung an Bord und Sightseeing an Land.
Mal sehen, wann die nächste AIDA-Tour
fällig wird - im Winter fährt die AIDAblu ja wöchentlich eine sehr schöne Route um die Kanaren ... :-)
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