Südfrankreich 2002 - St. Andre, Canyon du Verdon

Lac d'Annecy, Lac de Serre Poncon St. Andre, Canyon du Verdon Grasse, Cannes Vence, St. Paul Monaco, Lago Maggiore, Lindau


Am nächsten Tag - Karsamstag - schaut das Wetter nicht so besonders aus, das war gestern auch schon nicht anders. Ein kurzer Abstecher nach St. Jean , Seilbahn suchen, muß aber trotzdem sein. St. Jean ist ein französischer Ski-Retortenort, äußerst häßlich, und natürlich ist hier auch nichts los. Auf den Bergen ringsum liegt zwar oben noch Schnee, aber zum Skifahren reicht das wohl nicht. Fliegen tut natürlich auch keiner, was mich bei dem Wetter auch nicht wirklich wundert.

Also geht's weiter nach St. Andre , eine weitere Hochburg des Fliegens in Frankreich. Wir mieten uns im Hotel 'am See' (und am Landeplatz) ein und gehen auf die Suche nach dem Startplatz. Beim ersten Versuch übersehen wir die Hinweisschilder und landen irgendwo in einem kleinen, gottverlassenen Dorf. Also wieder zurück, zweiter Versuch, diesmal erfolgreich. Allerdings ist der SO-Startplatz ziemlich eindeutig im Lee (was den Deutschen, der sich gerade in die Luft quält, zwar nicht stört, mich aber). Am SW-Startplatz sind dann auch die ganzen Franzosen, warum wohl ... aber ziemlich windig ist's, anscheinend sogar für französische Verhältnisse - um genau zu sein, stehen schon recht Lenti-ähnliche Wolken am Himmel-, und dummerweise habe ich es versäumt, mir den zu diesem Startplatz gehörenden Landeplatz anzusehen. Also wieder runter, zweiten Landeplatz anschauen und auf morgen freuen.

Lentis in St. Andre
St. Andre

Unsere Dependance ist inzwischen dank Heizstrahler auch warm, bis auf den Boden. Wir machen noch eine Rundfahrt um den Stau(!)see, wundern uns, daß er so wenig Wasser hat und gehen essen. Leider waren wir 'zu verwöhnt vom letzten Abendessen, um es genießen zu können' (Martina's diplomatische Antwort auf meine Frage, was ich denn zu dem Thema schreiben soll). Sogar die Schokolade zum Espresso hat schon bessere Zeiten gesehen.
Georg schickt schon seit Tagen fleißig Wetterinfos per SMS (danke, Georg!) , und inzwischen habe ich sogar meinen WAP-Zugang zum Laufen gebracht.

Stausee

Ostersonntag - Zitat Martina: 'Pizza vorzüglich, Wein noch besser'. Aber von vorne: wir fahren am Stausee entlang nach Castellane zum Frühstücken ins Cafe, mit Pain au chocolat, das man sich selber beim nächsten Bäcker holen darf.

Castellane
Wehr am Stausee Stausee Staumauer

Dann die Mammuttour zum Grand Canyon du Verdon , bis zum Lac de Ste. Croix und Moustiers Ste. Marie. Die Route des Cretes fahren wir gezwungenermaßen verkehrtherum, merken das aber erst am Schluß. Vorher haben wir uns nur gewundert, warum das alles irgendwie nicht zusammenpaßt.
Ein unglaublicher Anblick, dieser Canyon. Der Verdon hat sich hier einige hundert Meter tief in die Felsen gegraben, die Straße schlängelt sich in Serpentinen am Rand entlang, alle paar hundert Meter ein Fotostop - fast wie beim amerikanischen Grand Canyon.

Grand Canyon du Verdon Grand Canyon du Verdon Bungee

Lac de Ste. Croix Moustiers Ste. Marie Wildlife

Zurück in St. Andre fliegt keiner mehr, dafür kommt der Hubschrauber und fliegt die nächsten zwei Stunden zwischen Berg und Landeplatz hin und her. Am nächsten Tag erfahre ich, daß ein Hängegleiter abgestürzt ist. Dem Piloten ist nichts passiert, aber den Drachen mußten sie wohl in Einzelteilen herausholen ... das war's dann für diesen Tag zum Thema Fliegen. Pech gehabt.
Dafür gibt's als Nachspeise nach der Pizza noch Schokoladenostereier. Und Eifel-Krimi :-)

Eifel- Feuer. Krimi Eifel-Feuer

Am Ostermontag in der Früh geht sich immerhin nochmal ein Flug aus, das war dann auch der letzte für diesen Urlaub. Mir hat zwar am Startplatz ein Pilot versichert, daß es absolut kein Problem ist, den Landeplatz in St. Andre zu erreichen, ich entscheide mich (bei konstanten 3 m/s Sinken) aber doch lieber für den Mini-Landeplatz am Campingplatz. Beim Warten auf Martina werde ich dann noch Zeuge der Tatsache, daß auch französische Fluglehrer links und rechts ('a droite ... ah non, a gauche!') nicht immer auseinanderhalten können. Das sorgt für allgemeine Erheiterung am Landeplatz, aber der Flugschüler kommt trotzdem unbeschadet nach unten.

St. Andre Lande(!)platz am Campingplatz


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