Südfrankreich 2002 - Monaco, Lago Maggiore, Lindau

Lac d'Annecy, Lac de Serre Poncon St. Andre, Canyon du Verdon Grasse, Cannes Vence, St. Paul Monaco, Lago Maggiore, Lindau


Monaco

Wir wollen eigentlich diese Nacht in Eze verbringen, als wir aber nach langer Irrfahrt unser angepeiltes, von allen Reiseführern hochgelobtes Hotel an der Grande Corniche finden, müssen wir voller Erstaunen feststellen, daß es tatsächlich ausgebucht - 'complet' - ist. Na gut, wir sind ja flexibel und fahren wieder zurück an die Küste, nach Roquebrune, direkt neben Monaco, und mieten uns im Hotel Westminster ein.
Nach den doch relativ menschenleeren Gegenden, in denen wir bisher waren, kommt uns die Küste furchtbar eng und voll vor, nicht so richtig zum Wohlfühlen. Nach einer weiteren Irrfahrt (es scheint heute einer dieser Tage zu sein ...) landen wir bei einem Thailänder in Monaco und genießen thai-französisches Abendessen.

Am nächsten Tag werfe ich beim Frühstück noch ein paar zweifelnde Blicke auf den Mini-Strandlandeplatz, den man treffen soll, nachdem man ansonsten kilometerweise nur Hochhäuser unter sich hat, und verzichte für dieses Mal auf das Vergnügen, über Monaco zu fliegen. Ein andermal, nehme ich mir vor.

Monaco

Serpentinen

Col

Wir machen uns auf die lange Heimreise, zuerst einmal wieder ein paar hundert Kilometer Serpentinen in Richtung Sospel.

Sospel

Dann geht's schräg durch Italien, durchs Flachland, wieder in Richtung Alpen, zum Lago Maggiore. Dort fallen wir in das erste Hotel rein, das wir finden und lassen uns ein Abendessen vorsetzen, das wehmütige Erinnerungen an Frankreich wachruft.

Lago Maggiore

Tanken

Nun ist schon wieder Samstag und wir treten den Rest der Reise an. Über den San Bernardino, durch die Schweiz, Liechtenstein zum Bodensee - und dort stehen wir doch tatsächlich vor Bregenz im Stau. Den versüßen wir uns durch einen kurzen Abstecher in den nächsten Billa, und sind dann auch schon um fünf Uhr in Lindau. Wenn wir jetzt weiterfahren, stehen wir unter Garantie in München im Stau, denken wir uns und sehen uns lieber Lindau an. Saukalt ist es hier, und wir hatten eigentlich in Frankreich schon gedacht, daß das kalt wäre ...

Lindau

Lindau

Lindau Lindau Lindau

Lindau ist schön wie immer - diese Hafeneinfahrt begeistert mich jedesmal wieder, genauso wie die riesige Fußgängerzone - aber wir halten es doch nicht lange aus und stürzen uns auf die fast leere Autobahn nach München. Dort beschließen wir, daß der perfekte Abschluß dieses Tages, an dem wir immerhin in fünf verschiedenen Ländern waren, ein spanisches Abendessen ist und fahren nach Freising ins Nachtcafe , zum Tapas-Essen. Die sind dann fast so gut wie die auf Fuerteventura, der Wein ist auch nicht schlecht und so kommen wir schließlich ziemlich fertig, aber zufrieden irgendwann in der Nacht wieder zuhause an.

Martina Martina

Fazit: rein fliegerisch gesehen, hat sich der Urlaub nicht gelohnt. Aber mit dem Ziel 'fliegen um jeden Preis' bin ich auch nicht nach Südfrankreich gefahren, das wäre mir selbst zu wenig und auch meiner nichtfliegenden Begleitung gegenüber unfair gewesen. Ich habe auf jeden Fall gelernt, daß es - für mich wenigstens - sehr schwierig ist, ein neues Fluggebiet schnell richtig einzuschätzen. Wind, Wetterentwicklung, Gefahren ... es ist nicht leicht, das alles auf den ersten Blick richtig zu beurteilen, wenn man als Hilfe 'nur' Oliver Guenay's Buch (das mir wirklich eine große Hilfe war), die eigene Erfahrung und den gesunden Menschenverstand hat.

Nicht fliegerisch gesehen, war es saukalt und sehr schön. Meine rudimentären Französischkenntnisse haben sich gelohnt; ohne Französisch ist man in Frankreich ziemlich hilflos, aber mit nur wenigen Worten - und viel gutem Willen - sind wir sehr gut durchgekommen. Es kommt nicht darauf an, perfekt zu sein, allein die gute Absicht zählt (wobei natürlich meteorologische Diskussionen auch mit dem besten Willen nicht zu machen sind, wenn die Wörter fehlen ;-)
Wenn also jemand eine Reise nach Frankreich plant: sehr zu empfehlen sind die Sprachkurse auf CD-ROM von digital publishing , damit habe ich auch mein Französisch vor der Reise noch ein bißchen aufgefrischt.

Und als Urlaubslektüre, Urlaubsvorbereitung oder einfach nur zum Träumen von Frankreich sind Peter Mayle's Romane 'Hotel Pastis', 'Trüffelträume' und 'Cezanne gesucht', die mir schon seit Jahren graue Herbsttage versüßen, bestens geeignet.

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Trüffelträume. Trüffelträume
Cezanne gesucht. Cezanne gesucht

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