Braga und Umgebung
Peneda do Geres, Braganca, Dourotal
Porto
MI, 15.9.
4:00 Aufstehen, Fahrt zum Flughafen. Mit 30 min Verspätung geht es dann auch schon um 7:45 los nach Frankfurt. Dort hat der Flieger aber auch über eine halbe Stunde, also paßt das. Im Flieger gibt's Frühstück mit Omelette und ein schönes großes Behindertenklo, welch Luxus. In Porto Telefonat mit Avis, Shuttlebus, der übliche Versicherungs-Schmatz und los geht's mit unserem Hyundai Getz, nach Guimaraes.
Parkplatz, Stadtrundgang. Vor der Igreja Sao Francisco steht Georg unschlüssig und planlos rum und schon kommt der "Boss" und wir kriegen eine Privatführung durch Kloster, Kirche und Sakristei in einem Gemisch aus Englisch, Französisch und Portugiesisch. Nett :-)
Largo da Oliveira, Sandwich mit Prosunto. Ich stehe inzwischen endgültig daneben, habe ja nicht geschlafen.
Die Touristinfo finden wir jetzt, Guimaraes ist leider ausgebucht wegen irgendeinem Kongreß.
Also Richtung Braga, zum Hotel das Taipas ebenda, in Caldas das Taipas.
Bisserl chaotisch, aber schließlich haben sie ein Zimmer.
Wir liegen erstmal flach, dann raffen wir uns auf zum Sandes-Essen (con Queijo) und fahren nach Citania de Briteiros, einer alten Keltenstadt. Sehr beeindruckend und wir sind quasi die einzigen. Dann nochmal nach Guimaraes, zum Castelo, dann verlaufen wir uns auf dem Weg in die Stadt, finden sie doch noch, gehen essen (na ja, ganz ok), gehen - diesmal richtig - zurück, verfahren uns nochmal wegen der seltsamen Beschilderung und dann endlich liegen wir im Hotel im Bett.
DO, 16.9.
Guimaraes, zum 3.! Wir suchen uns einen Parkplatz am Castelo und gehen rein. Sehr zackig.
Dann runter in die Stadt, zur Kirche Santos Passos, wo wir zwei Touris den Weg zur Tourist Info erklären können.
Wir gehen zum Museum, das aber schon fast zumacht, also weiter in die Stadt, Mittagspause.
Dann zurück zum Auto, damit zur Teleferico und damit auf die Penha. Dort klettern wir zwischen riesigen Granitblöcken rum und bewundern die Aussicht. Dann mal wieder Pause, diesmal bei Cha und Cola.
Mit einer halben Gondel gondeln wir wieder runter und fahren zur Kirche Bom Jesus. Die finden wir erstmal nicht und nehmen so noch die Wallfahrtskirche Sameiro mit. Beim Lidl (yepp!) gehen wir einkaufen. Am Abend durchsuchen wir Caldas das Taipas nach einem Restaurant, finden auch eins (eins!), zehn Cafes und eine Siamkatze. Also gehen wir in das eine Restaurant, schauen Fußball und essen gut.
FR, 17.9.
Braga: wir finden ein Parkhaus, gehen raus und kennen uns erstmal nicht aus. Mit Baedekers Hilfe erraten wir dann doch, daß wir bei der Kirche Santa Cruz sind und im Reise Know-How steht sogar das Krankenhaus drin. Einmal ums Eck, sind wir schon an der Se. Die Kathedrale ist schon beeindruckend, vor allem die Orgel; ich will dann auch noch in die Schatzkammer. Dort bekommen wir zu viert mit zwei jungen Portugiesen eine Führung (wollten wir eigentlich gar nicht). Der Führer spricht wegen uns englisch, die anderen verstehen anscheinend nichts. Peinlich. Schatzkammer (oder Museum für sakrale Kunst, so g'wiß ist das ned) und die Kapelle und auch noch den Chorraum der Se, dann langt's uns. Dem Flötenspieler habe ich leider auch mangels Kleingeld nichts gegeben.
Wir gehen zum alten Stadttor, am Rathaus vorbei, durch den Garten der Santa Barbara und setzen uns in ein Cafe, wo es grüne Fanta gibt. Dann gehen wir noch zum Torre de Menagem, und über einen kurzen Abstecher auf die Praca da Republica zum Auto.
Beim Fahren merken wir, daß wir an Barcelos vorbeikommen (das Dorf mit dem Hahn), also suchen wir uns einen Parkplatz und gehen, nachdem wir uns eingenordet haben, eine Runde durch die Stadt, vom "Archäologischen Museum" aus.
Es ist ziemlich heiß, also wieder zurück zum Auto und weiter nach Viana do Castelo. Dort herrscht Verkehrschaos, wir umkreisen die Stadt einmal und fahren dann auf den Großparkplatz am Hafen. Nicht weit weg ist das Hotel Alianca und die haben sogar ein Zimmer. Also rollen wir unsere Koffer hierher und da sind wir nun.
SA, 18.9.
Wir genießen ein super Frühstück mit geschnittener Marmelade. Dann gehen wir zum ziemlich ungepflegten Castelo und schauen Möwen und Meerjungfrauen an. Das Wetter ist nicht mehr so trocken wie bisher. Wir gehen zur Se, auf dem Weg fallen wir natürlich noch über eine andere Kirche, oder auch zwei, nämlich die N.S. de Agonia und die S. Domingos. In der Se ist leider grad Gottesdienst, also setzen wir uns ins trockene Cafe nebenan, trinken Cafe und essen Flan bzw. Sandes de fiambre. Dann suchen wir den Bahnhof und den angeblich dahinter gelegenen Schrägaufzug zur Santa Luzia. Der fährt aber schon länger nicht mehr, so wie er aussieht, also steigen wir die 689 Stufen rauf.
Oben ist gerade eine Hochzeit mit einer ca. 17jährigen Braut aus. Uns glangts immer no ned, wir klettern ganz rauf auf die Kuppel, mit Ampel.
Da ich mich weigere, die 689 Stufen wieder runterzugehen, gehen wir auf der Straße, die schön flach, aber auch entsprechend lang ist.
Zurück durchs Einkaufszentrum, kleinen Umweg zum Wasserkaufen und dann holen wir unser Auto am Hafen ab und fahren nach Vila Praia de Ancora. Das Hotel Meia ist wirklich leicht zu finden, ein Zimmer haben sie auch und sogar eine zweite Decke gibt's auf Anfrage.
Am Abend gehen wir ein bißchen auf den Dünen spazieren und Fisch essen.
SO, 19.9.
Das Frühstücksbuffett im Hotel Meia ist das Beste an dem Hotel. Gegenüber den dünnen Wänden, dem Mini- und knarzenden Bett und surrender Elektrik.
Wir gehen am Strand spazieren und fotografieren Möwen. Danach hat praktischerweise auch die Tourist-Info offen, und wir lassen uns erklären, wie wir zum Dolmen de Barroso kommen. Sehr beeindruckend, und kein Mensch ist da außer uns.
Wir fahren weiter nach Caminha, mit schönem Platz, Uhrturm und Kirche, die grade renoviert wird. Der Platz ist aber so schön, daß wir gleich wieder ins Cafe gehen, Cola und Sandes de Queijo essen und trinken und den Portugiesen und Spaniern beim Sonntagsspaziergang zuschauen. Vila Nova de Cerveira lassen wir beinahe links liegen, fahren dann zum Glück doch noch rein und gehen in der Pousada im Castelo spazieren. Weiter gehts nach Valenca, wir laufen uns die Füße in der Altstadt und vor allem in den (unfotografierbaren) Festungsanlagen heiß. Immerhin gibt's Badelatschen im Sonderangebot, Valenca ist ein Einkaufsparadies für die Spanier.
Nach kurzer Beratschlagung, wie's weitergehen soll, fahren wir auf der Autobahn nach Ponte da Lima und weiter nach Ponte da Barca.
Dort finden wir zwar keine Tourist Info, aber Georg entdeckt das einzige Residencial am Platz. Wir bringen unsere fünf portugiesischen Wörter an, und schon haben wir ein schönes Zimmer. Am Abend landen wir nach langer Suche in einer stressigen Pizzeria mit Katzen, dem Jugendtreff von Ponte da Barca.
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